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27.12.2007 Die besten Torhüter der Hinrunde![]() Überraschend ganz vorne dabei: Duisburgs Tom Starke Deutschland hatte immer gute Keeper, die Frage nach dem besten spaltete die Nation schon öfter. sportal.de hat die Durchschnittsnote aller Spieler berechnet und kann zum Auftakt unserer Top-10-Serie somit zumindest beanworten, wer in der Hinrunde stärkster Torwart der Bundesliga war. sportal.de-Durchschnittsnote 3,39 (14 Spiele/29 Gegentore) Als Keeper der Schießbude der Liga noch in die Top 10 der Torhüter zu kommen, spricht eindeutig für Hain. Allerdings kassierte der Kapitän nicht die gesamten 38 Gegentreffer der Ostwestfalen, so stand Vertreter Rowen Fernandez beim desaströsen 1:6 in Dortmund zwischen den Pfosten. Immerhin spielte Hain zwei Mal zu Null, bei den Niederlagen auf Schalke (0:3) und gegen den Hamburger SV (0:1) konnte sich der 34-Jährige besonders auszeichnen und verhinderte mit tollen Paraden noch höhere Niederlagen. Platz 8: Tim Wiese (Werder Bremen) sportal.de-Durchschnittsnote 3,37 (15 Spiele/22 Gegentore) Vom eigenen Anspruch her gehört Wiese in jedem Fall zu den besten drei Torhütern in Deutschland und damit auch in die Nationalelf. Doch abgesehen davon, dass Bundestrainer Jogi Löw eher auf ruhigere und anpassungsfähigere Typen setzt und Wiese damit von Hause aus geringere Chancen eingeräumt werden, hat der Keeper von Werder Bremen diesen Anspruch in der Hinrunde nicht erfüllt. Die Hanseaten haben die schlechteste Abwehr in der Spitzengruppe und Wiese konnte dies nicht verhindern. Auf der Linie und vor allem in den Eins-gegen-eins-Situationen gehört der Ex-Lauterer zu den stärksten Torhütern der Bundesliga, doch an seinen Schwächen hat Wiese nicht genügend gearbeitet, um sich weiter vorne zu platzieren. Zudem zeigte der 25-Jährige in der Hinrunde kein einziges überragendes Spiel, er rettete seinem Club keine Punkte. Platz 7: Oliver Kahn (Bayern München) sportal.de-Durchschnittsnote 3,33 (Zwölf Spiele/Sieben Gegentore) In seiner letzten Spielzeit gehört der ehemalige Nationalkeeper erneut nicht zu den besten Schlussmännern der Liga. Bereits in der vergangenen Saison landete Kahn in der sportal.de-Rangliste nur auf dem zehnten Platz. Und das, obwohl Kahn hinter der eindeutig besten Abwehr spielen darf. Mit insgesamt nur acht Gegentoren zeigte die Bayern-Defensive eine überragende Vorstellung, Kahn konnte sich aber nur selten so richtig auszeichnen. Auf Grund einer Verletzung und einer Suspendierung hatte der 38-Jährige nur zwölf Spiele und kurioserweise zeigte sein Vertreter Michael Rensing in seinen fünf Spielen die wesentlich stärkeren Leistungen und wäre mit einer Durchschnittsnote von 3,1 ganz vorne gelandet - wenn er die notwendige Anzahl an Spielen absolviert hätte, um in unsere Liste aufgenommen zu werden... Platz 6: Frank Rost (Hamburger SV) sportal.de-Durchschnittsnote 3,32 (17 Spiele/13 Gegentore) Zwischen den Plätzen fünf und sechs geht es so eng zu, dass es Frank Rost eigentlich nicht verdient hat, hinten anzustehen. Zumal der Torwart vom Hamburger SV satte zehn Gegentore weniger kassiert hat als Markus Pröll direkt vor ihm. Doch das kann auch als Kompliment für die HSV-Abwehr und damit für die Philosophie von Trainer Huub Stevens gewertet werden. Die Null muss im Norden bekanntlich hinten stehen und das klappte ganze acht Mal. Rost spielt seinen Part eher unspektakulär, ist in seinem zweiten Jahr bei den Hamburgern aber zum absoluten Führungsspieler aufgestiegen. Platz 5: Markus Pröll (Eintracht Frankfurt) sportal.de-Durchschnittsnote 3,31 (16 Spiele/23 Gegentore) Die Eintracht kassierte satte sieben Mal kein Gegentor. Pröll stand in fünf dieser Spiele zwischen den Pfosten, bei der herausragenden Torhüter-Leistung der Hinrunde war er allerdings nicht beteiligt. Sein Vertreter Oka Nikolov machte beim 0:0 gegen Bayern München eines der besten Spiele seiner Karriere und brachte die Münchner Stürmer reihenweise zur Verzweiflung. Doch auch Pröll spielt eine gute Vorrunde, die Leistung in Dortmund (1:1) war sein herausragendes Match. Wäre sein Kalenderjahr 2007 nicht immer wieder von Verletzungen gebeutelt worden, würde Pröll sicherlich zu den deutschen Toptorhütern zählen. Platz 4: Tom Starke (MSV Duisburg) sportal.de-Durchschnittsnote 3,26 (17 Spiele/26 Gegentore) Vor der Saison war gar nicht klar, wer es beim MSV zum Nachfolger des geschassten Georg Koch ins Bundesliga-Tor schaffen würde. Der ehemalige Paderborner Starke hatte mit Sven Beuckert und dem Schweizer Marcel Herzog starke Konkurrenz, doch Trainer Rudi Bommer machte alles richtig und vergab die offene Stelle an Starke. Der 26-Jährige musste zwar 26 Mal hinter sich greifen, doch an dem Keeper lag es sicher nicht, dass die Duisburger nach der Hinrunde die Rote Laterne inne haben. Bei nur 14 erzielten Toren drückt der MSV-Schuh eindeutig in der Offensive. Starke spielte beim Aufsteiger eine starke Hinrunde, herausragendes Spiel war sicherlich das 0:0 gegen übermächtig erscheinende Bayern. Platz 3: Robert Enke (Hannover 96) sportal.de-Durchschnittsnote 3,21 (17 Spiele/28 Gegentore) Jens Lehmann und Timo Hildebrand kommen derzeit bei ihren Clubs im Ausland nicht über eine Reservistenrolle hinaus, von vielen Seiten wird deshalb Robert Enke als neue Nummer eins im Tor der Nationalmannschaft gefordert. Und der Hannoveraner bestätigt diese Meinung mit einer erneut starken Hinrunde. Kleiner Wermutstropfen war sicherlich das 1:5 zum Abschluss gegen Energie Cottbus. Hannover verpasste damit das Überwintern auf einem UEFA-Pokalplatz, Enkes gute Bilanz wurde durch die fünf Gegentreffer und der Note 4,0 ebenfalls ein wenig geschmälert. Doch selbst in diesem Debakel war Enke noch der beste Hannoveraner und rettete einmal spektakulär gegen Dimitar Rangelov. Der 30-Jährige leistete sich in der Hinrunde insgesamt wenige Schnitzer und zeigte auf der Linie und auch im Herauslaufen die gewohnten Stärken. Platz 2: Markus Miller (Karlsruher SC) sportal.de-Durchschnittsnote 3,14 (Elf Spiele/Elf Gegentore) Wesentlich weniger überraschend unter den Top-Torhütern vertreten als Tom Starke ist Markus Miller. Der Keeper vom Aufsteiger Karlsruher SC profitierte zum einen von der hervorragenden Vorrunde des Überraschungsteams, doch Killer-Miller zeigte in vielen Spielen seine Klasse, die er schon in der vergangenen Zwetliga-Saison angedeutet hatte. Sein bestes Spiel zeigte Miller im Derby gegen den VfB Stuttgart (1:0), als er gegen den Meister ohne Gegentor blieb und viele tolle Paraden zeigte. Seit dem 12. Spieltag fehlte der 25-Jährige allerdings verletzt, wegen eines Kreuzbandrisses fiel Miller aus und die Nummer zwei Jean-Francois Kornetzky sprang ein und machte seine Sache nicht viel besser. Miller scheint aber gutes Heilfleisch zu haben, ohne Operation kehrte er bereits ins Training der Karlsruher zurück und will zu Beginn der Rückrunde wieder auflaufen. Platz 1: René Adler (Bayer Leverkusen) sportal.de-Durchschnittsnote 3,12 (17 Spiele/16 Gegentore) Der beste Torhüter der Hinrunde kommt aus Leverkusen und ist der Anführer der Generation der jungen wilden Keeper. Adler ist zum ersten Mal für eine komplette Saison als Stammtorwart eingeplant, doch dem 22-Jährigen macht dieser Druck nichts aus und er überstand - im Gegensatz zu Schalkes Manuel Neuer, der einige Male patzte und insgesamt verunsicherter wirkte, als noch im letzten Jahr - die Vorrunde ohne kapitalen Bock. Damit hat Adler das Kriterium der Konstanz locker erfüllt, doch es bleiben auch viele spektakuläre Paraden im Gedächtnis. Damit rückt der Leverkusener auch in den Dunstkreis der Nationalmannschaft, spätestens nach der EM könnte es die erste Chance von Bundestrainer Löw geben, wenn Lehmann und Hildebrand weiter ohne Spielpraxis auskommen müssen, vielleicht sogar schon früher. Marcus Krämer Lesen Sie morgen: Die zehn besten Abwehrspieler der Hinrunde |