21.05.2007
Rangliste: Die besten Keeper der Saison

Daumen hoch für eine starke Saison - Robert Enke
Die Bundesliga-Saison ist mit einem Überraschungs-Meister zu Ende gegangen. In unserer vierteiligen Rangliste sagen wir Ihnen, welche Spieler auf ihren jeweiligen Positionen die Besten waren. Heute: Torhüter.
Die Torwarte der Liga stehen ständig unter besonderem Druck, da jeder Fehler über Sieg oder Niederlage entscheiden kann. Bei uns lesen Sie, wer es in die Top Ten der Bundesliga-Torwarte geschafft hat. In die Wertung kamen nur die Schlussmänner welche zehn oder mehr Spiele bestritten haben. Als Grundlage dienen die Durchschnittsnoten unserer Live-Ticker.
Platz 10: Oliver Kahn (37, Bayern München)
32 Saisonspiele
Gegentore: 37
Durchschnittsnote: 3,17
Der ehemalige Welttorhüter hat es gerade noch in unsere Rangliste geschafft. Oliver Kahn war deutlich anzumerken, dass auch an ihm die schwierige Situation im Verein nicht spurlos vorüber gegangen ist.
37 Gegentore sind für den Titan natürlich viel zu viele. Öfter als ihm lieb war, musste er für die nicht immer ganz sattelfeste Bayern-Abwehr Kopf und Kragen riskieren. Ein so genannter Unhaltbarer war diese Saison jedoch eher selten dabei.
Platz 9: Christian Fiedler (32, Hertha BSC Berlin)
32 Saisonspiele
Gegentore: 49
Durchschnittsnote: 3,17
Christian Fiedler gilt als einer der stärksten Keeper auf der Linie, was er auch in diesem Jahr wieder unter Beweis stellte. Zwar hat er in Berlin die hohen Erwartungen wieder einmal nicht erfüllen können, doch trifft Christian Fiedler hierbei keine große Schuld. In den letzten Woche spielte der 32-Jährige, aufgrund eines Nasenbeinbruchs, sogar mit einer Spezialmaske, um seinem Team zu helfen.
Platz 8: Stephan Straub (36, Alemannia Aachen)
15 Saisonspiele
Gegentore: 27
Durchschnittsnote: 3,13
Die Alemannia stellt mit 70 Gegentreffern die mit Abstand schlechteste Hintermannschaft der Liga. Stephan Straub und sein Konkurrent Kristian Nicht führten einen bitteren Kampf um die Nummer eins. Leider zeigte sich, dass sich der Konkurrenzdruck auf die Nerven auswirken kann. Allerdings spielte Straub fünf Mal zu Null. Ganz besonders beim 1:0 Sieg gegen die Münchener zeigt der Oldie seine ganze Klasse.
Platz 7: Robert Enke (29, Hannover 96)
34 Saisonspiele
Gegentore: 50
Durchschnittsnote: 3,10
Die Nummer drei der deutschen Nationalelf steht mit 50 Gegentreffern im Mittelfeld der Tabelle. Nach drei Niederlagen zum Auftakt der Saison steigerte sich die Mannschaft und landete auf Platz elf. Vor allem die Defensive stabilisierte sich in der Rückrunde. Zehn Zu-Null-Spiele sind für einen Club wie Hannover eine super Bilanz, einen entscheidenden Anteil daran hatte Robert Enke. Da sollte man in Hannover froh sein, dass der 29-Jährige seinen Vertrag trotz zahlreicher Abwerbungsversuche verlängert hat.
Platz 6: Raphael Schäfer (27, 1. FC Nürnberg)
34 Saisonspiele
Gegentore: 32
Durchschnittsnote: 3,09
Mit nur 32 Gegentoren stellen die Nürnberger, neben Schalke 04, die beste Abwehr der Liga, was nicht zuletzt auch an Raphael Schäfer lag. Schäfer bestach vor allem mit seiner Ruhe und Konstanz. Patzten seine Vorderleute war Schäfer zur Stelle und erwies sich als großer Rückhalt. Platz sechs in der Bundesliga und die Teilnahme am DFB-Pokalfinale ist ein riesiger Erfolg für die Franken. Im nächsten Jahr warten nun neue Aufgaben auf den Schlussmann. Er wird zum Meister VfB Stuttgart wechseln und den scheidenden Timo Hildebrandt ersetzen.
Platz 5: Markus Pröll (28, Eintracht Frankfurt)
14 Saisonspiele
Gegentore: 23
Durchschnittsnote: 2,96
Hätte Markus Pröll verletzungsbedingt nicht so viele Spiele verpasst, hätte man in Frankfurt wahrscheinlich nicht so lange um den Klassenerhalt zittern müssen. Zu Beginn der Saison war der Ex-Kölner ein Garant für Frankfurter Punkte. Nur zweimal verließ Pröll mit seiner Eintracht den Platz als Verlierer. Nicht nur bei den drei gehaltenen Strafstössen zeigte der 28-Jährige sein Potential.
Platz 4: Rene Adler (22, Bayer Leverkusen)
11 Saisonspiele
Gegentore: 14
Durchschnittsnote: 2,95
Rene Adler konnte von Anfang an unter Beweis stellen warum man die langjährige Nummer eins Hans-Jörg Butt auf die Bank beorderte. Mit tollen Paraden und einer ganz starken Strafraumbeherrschung brachte er die Stürmer zum verzweifeln. Aus den ersten fünf Bundesligaspielen holte Leverkusen mit dem jungen Adler vier Siege und ein Unentschieden, dreimal spielte man sogar zu Null. In den folgenden Spielen konnte Adler das Niveau jedoch nicht ganz halten. Leverkusen hatte eine kleine Schwächephase, die auch nicht spurlos am Schlussmann vorüber ging. Trotzdem kann man Leverkusen nur zum Torwartwechsel gratulieren, denn Adler gehört die Zukunft.
Platz 3: Tim Wiese (25, Werder Bremen)
30 Saisonspiele
Gegentore: 35
Durchschnittsnote: 2,93
Wie seinem Team, reichte es auch für Tim Wiese "nur" zu Platz drei. Der Torhüter des SV Werder Bremen bestach vor allem durch seine Stärke in Eins-gegen-Eins-Situationen.
Trotz einer starken Verteidigung, bot sich Wiese immer wieder die Gelegenheit sich auszuzeichnen. Wiese erlaubte sich nur sehr wenige kleine Fehler. Doch genau diese muss er abstellen will, um ganz vorne zu landen.
Platz 2: Manuel Neuer (21, Schalke 04)
27 Saisonspiele
Gegentore: 20
Durchschnittsnote: 2,91
Nachdem Manuel Neuer zu Saisonbeginn zweimal den verletzten Rost vertreten hatte, wurde er ausgerechnet vor dem Heimspiel gegen Bayern München zur neuen Nummer eins auserkoren. Zwar sah er beim 2:2 nicht besonders glücklich aus, doch hielt Slomka am Ausnahmetalent fest. Und das zu Recht, denn seitdem der 21-Jährige das Tor hütete ging es steil bergauf. Die Hälfte aller Spiele hielt Neuer seinen Kasten sauber und stellt zu Recht zusammen mit Nürnberg die beste Abwehr der Liga. Die ehemalige Nummer eins Frank Rost sah keine Chance auf eine baldige Rückkehr ins Schalker Tor und flüchtete nach Hamburg.
Platz 1: Simon Jentzsch (31, VfL Wolfsburg)
34 Saisonspiele
Gegentore: 45
Durchschnittsnote: 2,90
In einem packenden Saisonfinale haben die Wölfegerade noch den Abstieg verhindert. Vor allem auf Ihren Schlussmann konnten sie sich immer verlassen. Mit starken Reflexen konnte Jentzsch sich das ein ums andere Mal auszeichnen und sicherte so seinem Club etliche Punkte. Mit konstant starken Leistungen, nur einmal gab es für Jentzsch eine schlechtere Note als 3,5, empfahl sich der 31-Jährige für höhere Aufgaben.
Phillip Oldenburg