Damit wollen wir uns fĂŒr heute verabschieden - bis die Feierlichkeiten im Ramon Sanchez-Pizjuan beendet sind, das wird noch eine ganze Weile dauern. Eine Saison unschlagbar in der Europa League, das lĂ€sst sich so schnell nicht wiederholen. Von niemanden. Gute Nacht.
Wie gehts weiter? Abgesehen davon, dass fĂŒr beide Teams in den heimischen Ligen die Saison bereits beendet ist? Mit dem UEFA Super Cup hat jedenfalls Frankfurt  bereits den nĂ€chsten festen Termin. In Helsinki. Wann genau, muss man mal noch abwarten, 7. August ist angedacht. Vielleicht gibts ja die Revanche gegen Real? Das wĂ€rs doch!
Das könnte heute noch eine lange Nacht in Sevilla werden. Wahrscheinlich mĂŒssen die Eintracht-Fans wie in Barcelona wieder darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie das Stadion jetzt langsam verlassen mĂŒssen. Perfekter Saisonabschluss fĂŒr die Hessen aus einer Liga, wo sowieso nur ein Team Meister werden kann.
Rode nimmt den Pokal in Empfang und arbeitet sich dann zwischen seine Teamkollegen, die sich zum Konfettiregen versammelt haben. Es gibt sogar ein kleines Feuerwerk im Hintergrund. Dann wird auch noch der alte Song der Queens eingespielt. Sie kennen die AblÀufe.
Dasselbe gilt fĂŒr die wenigen schottischen Fans, die noch da sind, das Stadion ist nun fast völlig in Frankfurter Hand. Durchs Spielerspalier macht Oliver Glasner den Anfang. Dann gibts die ersten internationalen Medaillen fĂŒr Frankfurter nach 42. Jahren.
Dann holen die Rangers ihre Medaillen ab, vorneweg Coach Giovanni van Bronckhorst. Wird noch ein wenig dauern, bis sie das verdaut haben.
Alles zu seiner Zeit, zunÀchst werden die Schiedsrichter ausgezeichnet. Und das war heute wirklich eine gute Spielleitung von Vincic und seinem Team.
Die EnttĂ€uschung bei den Rangers muss umso gröĂer sein, als dass sie in der VerlĂ€ngerung doch deutlich nĂ€her an der Entscheidung waren als die Frankfurter.
Kann man sich hinterher leicht fragen, ob das so klug war, extra fĂŒrs ElfmeterschieĂen Spieler einzuwechseln? Lundstram will das eher nicht gelten lassen, in einer ersten Reaktion bezeichnet er das ElfmeterschieĂen als das, was es ist, eine reine Lotterie.
NatĂŒrlich: BetrĂŒbte Gesichter auf der schottischen Seite, aber nicht nur auf den RĂ€ngen wird bei den Eintracht-Fans mittlerweile ausgelassen gefeiert. Bleibt nur noch eines, auf den Gegner im UEFA Super Cup warten. Und sich ganz gemĂŒtlich zurĂŒcklehnen.
Die Bundesliga-Saison der Eintracht, sie hatte ihre Höhen und Tiefen. Aber wer fragt das noch, wenn nÀchstes Jahr trotzdem in der Königsklasse gespielt wird?
Bis zur PokalĂŒbergabe wirds noch ein Weilchen dauern, das nutzen die Frankfurter Spieler, um in der Kurve mit den Fans zu feiern. Die Invasion damals in Barcelona, die hatte sich echt gelohnt.
Am Ende musste zum zweiten Mal in der Geschichte der Europa League das ElfmeterschieĂen herhalten, um einen Sieger zu finden. In den regulĂ€ren 90 Minuten hatte die Eintracht klare Vorteile, kam aber ĂŒber ein 1:1 nicht hinaus. In der VerlĂ€ngerung wendete sich das Blatt, in der Schlussphase musste Trapp die Eintracht mehrfach ins ElfmeterschieĂen retten. So holte die Eintracht zum zweiten Mal nach 1980 den UEFA-Pokal, auch wenn der jetzt einen neuen Namen hat.
Es folgen die ĂŒblichen Bilder. Alle Frankfurter laufen auf den völlig abgekĂ€mpften Borre zu, der zunĂ€chst kaum in der Lage zu sein scheint, sich richtig zu freuen. KrĂ€ftemĂ€Ăig sind die Frankfurter völlig am Ende.
120. | Borre, wurde noch mal massiert vor dem ElfmeterschieĂen! RechtsfuĂ. Hoch unter die Latte. Die Eintracht ist Europa-League-Sieger!
120. | Nun der eingewechselte Roofe. Innenpfosten, drin, Trapp war im bedrohten Eck, kam aber nicht ran.
120. | Kostic, zweiter LinksfuĂ. McGregor wieder im richtigen Eck, aber der Schuss war zu scharf.
120. | Ramsey, frisch eingewechselt. Trapp hÀlt, bleibt in der Mitte. Und dort kommt der Ball auch hin! Vorteil Frankfurt.
120. | Kamada fĂŒr die Eintracht. Der Japaner mit Wucht und hoch genug, dass McGregor keine Chance hat, auch wenn er das Eck ahnte.
120. | FĂŒr die Rangers tritt nun Arfield an, wĂ€hrend des Spiels versuchte er es ein paar Mal aus der Distanz. Scharf und hoch, rechts in Kreuzeck. Nichts zu machen, 2:3.
120. | Hrustic souverÀn neben den linken Pfosten, 2:2.
120. | Davis lupft unter die Latte.
120. | Lenz trifft sehr souverÀn neben den rechten Pfosten. 1:1.
120. | Tavernier ist der erste. Trapp in die Ecke, Tavernier in die Mitte.
120. | Die Rangers fangen an. Leichter statistischer Vorteil, aber nur wenn sie treffen.
Gerade angesichts der zweiten HÀlfte der VerlÀngerung kommt die Eintracht damit besser weg. Die Rangers wirkten in den letzten 15 Minuten frischer, am Ende kamen die Hessen kaum noch zu Entlastungsangriffen. Und das Ding eben von Kent, das muss unter normalen UmstÀnden einfach auch rein. Wenn ... dann bei Trapp bedanken. Aber abwarten.
120.+2. | Schlusspfiff. ElfmeterschieĂen.
120.+1. | Freistoà Rangers, 23 Meter, Tavernier aus halbrechter Position, visiert den Winkel an. Der hÀtte gepasst aber Trapp ist zur Stelle.
119. | Und Roofe fĂŒhrt sich gleich gut ein. Geht zur Grundlinie und legt brillant zurĂŒck, Kent scheitert an einer Glanztat von Trapp, den Nachschuss Richtung offenes Tor von Davis klĂ€rt Jakic mit dem Kopf! DAS WAR ENG.
117. | Und Ramsay kommt fĂŒr Sakala.
117. | Der völlig geplĂ€ttete Barisic macht fĂŒr Roofe Platz.
116. | Jakic, Lenz, Hrustic, die haben sich nach ihrer Einwechslung bewĂ€hrt, nur Hauge macht eine eher unglĂŒckliche Figur, trifft hĂ€ufig die falschen Entscheidungen. Die Partie ist hĂ€ufiger unterbrochen, weil jemand krampft.
114. | Kent aus fast 30 Metern, kein Problem fĂŒr Trapp. Aber da kommt jetzt relativ viel in seine Richtung, weil die Schotten offensichtlich mehr Reserven haben. Gerade in der Offensive der Frankfurter sind es mittlerweile vor allem die frischen Leute, die noch etwas zu bieten haben. Wie der Distanzschuss gerade von Jakic, dessen 30-Meter-Ding sich noch gefĂ€hrlich senkt, allerdings nicht genug. AuĂerdem wĂ€re McGregor sowieso dagewesen.
111. | Hauge treibt den Ball durchs Mittelfeld, wartet aber einen Tick zu lange mit dem Pass auf Kamada, dessen Zuspiel auf die AuĂenposition dann zu ungenau wird, immerhin war noch ein Verteidiger dazwischen, so dass es Einwurf gibt und der Ball in den Reihen der Frankfurter bleibt. Das ist bei diesen Temperaturen Gold wert.
110. | Es reicht also noch immer fĂŒrs Hin- und Herrennen.
106. | Und gleich zwei Chancen zu Wiederbeginn, bei den Frankfurtern verzieht Hrustic knapp von der Strafraumgrenze, wÀhrend auf der Gegenseite kurz vorher Barisic mit einem gefÀhrlichen Flatterball an Trapp scheiterte.
106. | Und schon gehts weiter.
106. | Bei der Eintracht kommt fĂŒr die zweite HĂ€lfte der VerlĂ€ngerung Hrustic fĂŒr Sow.
Die Partie ist mittlerweile ein reiner Abnutzungskampf, wir warten nur darauf, wer den entscheidenden Fehler macht. Oder gibts nachher noch das ganz groĂe Drama mit ElfmeterschieĂen?
0. | Auch auffÀllig, den Schiedsdrichter musste man heute kaum erwÀhnen. Eher ein gutes Zeichen. Zur Erinnerung: Slavko Vincic pfeift. Zur Pause.
105. | Wieder das Duell Sakala-Lenz, diesmal geht das fast in Richtung taktisches Foul bei Lenz, aber er verkauft das gut, die Karte bleibt stecken. Lenz scheint wirklich fĂŒr Entlastung gerade auf der linken Frankfurter Seite zu sorgen.
104. | Ganz wichtig, Sakala hat viel Feld vor sich, aber Lenz fĂ€hrt den FuĂ raus und kann den Ball abfangen. Sonst hĂ€tte es heikel werden können. Kein schlechter Zug von Glasner, da auf der rechten AuĂenbahn gegen Sakala einen frischen Mann zu bringen.
103. | Sakala bringt Arfield an der Strafraumgrenze in Schussposition, doch Jakic steht genau richtig, um den Abschluss zu blocken.
101. | Bei den Rangers kommt Sands fĂŒr Aribo in die Partie.
101. | Frische KrĂ€fte tun Not. Lenz fĂŒr Ndicka.
100. | Kent zieht mit Wahsinnstempo an Toure vorbei, bringt aber die Flanke dann nicht an den Mann, auf der Gegenseite fehlt Knauff nach einem Sprint ĂŒber das halbe Feld mit Ball die Konzentration fĂŒr den konzentrierten Abschluss. Reiner VerschleiĂ.
98. | FĂŒr ein Finale mit möglicher VerlĂ€ngerung ist ein Ort in SĂŒdspanien im Vorsommer vielleicht nicht die allergĂŒnstigste Wahl. Das merkt man den Spielern so langsam auch deutlich an.
95. | Riesenchance fĂŒr die Eintracht nach einem kleinen Patzer von Bassey bei einem RĂŒckpass, Borre geht dazwischen, startet Richtung Tor, und im allerletzten Moment kann Bassey noch das Tackling setzen, so wird aus einer klaren Abschlusschance doch nur ein EckstoĂ. Ganz, ganz starke Defensivaktion von Bassey. Ein Borre im Vollbesitz seiner KrĂ€fte hĂ€tte da vielleicht auch etwas wacher agiert.
94. | Sakala, der viel Schwung ins Spiel der GĂ€ste gebracht hat, setzt den nachrĂŒckenden Arfield ein, der aus 24 Metern draufhĂ€lt. Trapp muss nicht eingreifen, der war viel zu hoch.
93. | Die Eintracht ĂŒber links, Kostic sucht Hauge, aber ein Abwehrbein geht in den Steilpass. Doch auch die zehnte Ecke fĂŒr die Hessen bringt keinen Erfolg.
91. | Die VerlÀngerung lÀuft.
91. | Die Schotten haben die kurze Unterbrechung genutzt und Arfield fĂŒr Kamara gebracht.
Nach 90 Minuten sind wir also so klug wie zuvor. Es entwickelt sich immer mehr zu einem Abnutzungskampf, auch wenn die zweite Halbzeit immerhin Tore bot. Gerade gegen Schluss der regulĂ€ren Spielzeit hatten die Rangers etwas die Oberhand. Andererseits, den letzten Abschluss hatten die Rangers streng genommen beim Tor. Und das liegt schon eine halbe Stunde zurĂŒck, um nicht zu sagen: halbe Ewigkeit.
90.+6. | VerlÀngerung.
90.+5. | Fast noch eine Konterchance fĂŒr die Eintracht, aber der Ball in die Spitze von Kamada auf Kostic ist etwas zu unprĂ€zise, Goldson kann abfangen.
90.+4. | Vielleicht sind die letzten Szenen auch ein Hinweis auf gröĂere Reserven bei den Schotten?
90.+2. | Die Rangers setzen sich gerade am Frankfurter Strafraum fest. Bis Bassey dann Borre zu Fall bringt. Offensivfoul und Ballbesitzwechsel. Klar.
90.+1. | FĂŒnf Minuten Nachspielzeit bei immer noch 30 Grad. Da geht jetzt jeder an seine Grenzen.
90. | Der gezeichnete Rode rĂ€umt das Feld fĂŒr Jakic.
89. | Kamada schickt Borre krass steil zur Grundlinie, der viel zu weit flankt, da der Ball aber bei Kostic landet, ist die Situation noch nicht vorbei. Kostic schlÀgt sofort wieder eine flache Hereingabe - oder war es ein Schuss? - in den Torraum, Kamada kommt am langen Pfosten zu spÀt, allerdings geht der Ball auch nur gaaaanz knapp am rechten Pfosten vorbei.
88. | So ein wenig sieht das gerade so aus, als steuerten beide Teams bewusst auf die VerlÀngerung zu, könnte aber auch eine EinschlÀferungstaktik der Rangers sein.
87. | Eine echte Chance war das allerdings nicht. Es reichte, dass Trapp anwesend war.
85. | Kamara, nicht zu verwechseln mit Frankfurts Kamada, steckt ganz gefÀhrlich in den Strafraum zu Sakala durch, der querlegen will in den Torraum, stattdessen aber den Ball aus sehr spitzem Winkel direkt auf den Kasten bringt. Trapp steht aber im bedrohten Eck. Da isser ja!
84. | Ich grĂŒbele gerade drĂŒber nach, wann ich zum letzten Mal Trapp gesehen habe - das ist schon eine ganz Weile her. Spricht eigentlich fĂŒr die Eintracht.
82. | Langsam mĂŒssen wir uns wohl mit dem Gedanken anfreunden, dass das hier heute Abend auch noch ein wenig lĂ€nger gehen kann.
80. | Ein Kostic-FreistoĂ aus 40 Metern entfaltet eine gewisse TĂŒcke, findet keinen Mitspieler, aber springt gefĂ€hrlich vor dem Tor auf, so dass McGregor sogar zur Ecke abwehren muss.
79. | Hasebe muss man jetzt auch nicht unbedingt ins Sprintduell mit Sakala schicken, der sein Sohn sein könnte. Aber der Japaner löst das ausgesprochen routiniert, zieht sogar ein Foul.
77. | Wieder die Eintracht, Rode wird von der Grundlinie bedient, kommt aber nicht in Schussposition und legt dann noch einmal kurz auf, findet Hauge, der sofort aus dem Stand aufs rechts Kreuzeck schlenzt, aber deutlich verpasst.
74. | Und Fashion Sakala Junior kommt fĂŒr den eben verwarnten Wright. Der hat ĂŒbrigens den gĂ€ngigeren Vornamen "Scott". Damit er sich sein Heimatland besser merken kann.
74. | Zwei Wechsel hatte die Eintracht, jetzt ziehen die Schotten nach. Davis ersetzt Jack.
73. | Wright kassiert Gelb nach einem taktischen Foul an Kamada. Nur jetzt kein Tempo aufkommen lassen.
73. | Zu McGregor muss ich aber noch sagen, den hĂ€tte er auch nicht gehalten, wenn er noch 20 Jahre jĂŒnger wĂ€re.
71. | Kurz darauf hat Lindström nach ansprechender Partie Feierabend, aber wie anfangs erwÀhnt, war er zuletzt angeschlagen. Hauge kommt.
69. | Tooor! EINTRACHT FRANKFURT - Glasgow Rangers 1:1. Also dass die Frankfurter nach einer Kostic-Flanke erfolgreich sind, ist jetzt auch nicht so das ganz groĂe Wunder. Scharf und halbhoch von der linken Seite ins Zentrum, Borre ist einen Schritt schneller als Bassey, bekommt den FuĂ dran und spitzelt den Ball aus fĂŒnf Metern ins kurze Eck. McGregor kann aus der kurzen Distanz nicht mehr reagieren.
69. | Rode schickt Kostic die Linie runter, der flankt von der Eckfahne, aber im Zentrum steht die Eiche.
67. | Was fĂŒr eine Chance fĂŒr die Eintracht! Die Rangers daddeln vor dem eigenen Strafraum, Goldson rutscht weg, Rode hebt die Kugel sofort in die Spitze, Kamada taucht unmittelbar vor McGregor auf, muss aber die schwierige Lösung wĂ€hlen, weil der Ball hoch aufspringt. Der Frankfurter ĂŒberlupft den TorhĂŒter der Rangers ... und der Ball landet auf dem Tornetz.
66. | An dieser schottischen Eiche, Calvin Bassey, in der Innenverteidigung ist aber auch nur ganz schwer vorbeizukommen.
65. | Eine halbe Stunde ist noch zu spielen, da ist aber die Nachspielzeit schon mit drin. Kann die Eintracht hier noch einmal antworten? Viel verĂ€ndern mĂŒssten die Hessen nicht, nur halt auch mal treffen.
64. | Fehlte noch, dass der nĂ€chste Eintracht-Verteidiger ausfĂ€llt. Zur Erinnerung, Hinteregger steht ja bekanntlich nicht zur VerfĂŒgung.
62. | Erste Karte der Partie, es erwischt den TorschĂŒtzen Aribo, der im Zweikampf zu viel Ellbogen einsetzte. Toure muss behandelt werden.
60. | Doch wĂ€re der Eintracht die schnelle Antwort gelungen, als Kostic von der Grundlinie zurĂŒcklegt, Lindström findet, der aber den kurz vor dem Tor in der Schusslinie stehenden Lundstram trifft. Nicht verwandt, nicht verschwĂ€gert.
58. | Bei dieser verunglĂŒckten Abwehr hat sich zudem Tuta unglĂŒcklich verletzt, kann nicht weitermachen. Hasebe ĂŒbernimmt fĂŒr ihn.
57. | Tooor! Eintracht Frankfurt - GLASGOW RANGERS 0:1. Aribo macht Rangers froh. Eine verunglĂŒckte KopfballverlĂ€ngerung im Mittelfeld, im Nirgendwo, sorgt fĂŒr die nötige LĂŒcke. Dann kommt Tuta beim Versuch, Aribo noch abzufangen, sogar zu Fall, so dass der Angreifer alleine auf Trapp zumarschiert. Und dann im Strafraum sich die Ecke aussuchen kann, links unten an Trapp vorbei einschiebt.
55. | Eher zufĂ€llig kommt Aribo nach einer verunglĂŒckten Hereingabe noch einmal an den Ball, weil Tuta da nicht richtig klĂ€ren kann. Mit der Hacke legt Aribo fĂŒr Kent in den Strafraum, dem der Ball aber völlig ĂŒber den AuĂenspann rutscht. Ziemlich gute Möglichkeit, ziemlich klĂ€glich vergeben.
54. | Die anschlieĂende Ecke, die es eigentlich nicht hĂ€tte geben dĂŒrfte, bringt nichts ein. Besser ist das, Borre hatte den Ball nĂ€mlich zuletzt berĂŒhrt.
53. | Borre geht im Strafraum zu Boden, kommt im Zweikampf nicht an Goldson vorbei, der ihn am Ende wohl leicht berĂŒhrt hat. Gibt einen VAR-Check, ohne Folgen.
52. | Die Schotten starten wie in der ersten HĂ€lfte. Langer Ball Bassey, als Pass gedacht, ist am Ende Trapp gefordert.
50. | Das war jetzt nach Wiederbeginn ein Abschluss der Hessen pro MInute, langsam könnten sich die Rangers mal wieder beteiligen.
49. | Und beim dritten Versuch wirds richtig gefĂ€hrlich. Kamada wird an der Strafraumgrenze angespielt, steckt quer, Lindström löst sich mittels einer Drehung von seinem Gegenspieler, drĂŒckt ab, der Ball wird noch ganz gefĂ€hrlich abgefĂ€lscht und fliegt Zentimeter am linken Pfosten vorbei. McGregor konnte nur hinterherschauen, Reaktion keine mehr zeigen, zumal er schon den Schritt in die andere Richtung getan hatte.
48. | Und auch der zweite Angriff nach der Pause gehört der Eintracht, Tuta aus 30 Metern, hört sich harmloser an als es war, weil der Ball tĂŒckisch hoppelte, aber McGregor muss letztendlich dann doch nicht eingreifen.
47. | Ecke fĂŒr die Eintracht, und das Ding von Kostic von der rechten Seite war wirklich nicht schlecht, hatte am langen Pfosten genau die richtige Höhe. War nur keiner da. Rauch zieht durchs Stadion.
46. | Auf Wechsel mĂŒssen wir vorerst noch warten. Die Schotten sollten ohnehin topfit sein. Bei denen wurde die komplette Startelf am vergangenen Wochenende geschont.
46. | HÀlfte zwei lÀuft. Bei den "Expected Goals" sah es in der ersten HÀlfte so aus: Frankfurt 0,68, Glasgow 0,12.
Halbzeit | Keine Tore in der ersten HĂ€lfte zwischen der Eintracht und den Rangers, hier ist also noch alles offen. Die Eintracht hatte optisch etwas mehr vom Spiel, auch wenn die Statistik hier die Rangers mit 55 Prozent Ballbesitz als stĂ€rker ausweist. Nach etwas zittrigem Beginn haben sich die Schotten lĂ€ngst gefangen. Womit Glasner in der ersten HĂ€lfte nicht zufrieden sein kann, sind die AbschlĂŒsse. Elf sind eine genĂŒgende Anzahl, aber da hĂ€tte mindestens ein Treffer bei herausspringen mĂŒssen. Die Rangers sind eher selten aus dem Spiel heraus gefĂ€hrlich.
45.+7. | Pause.
45.+5. | Kurz vor Ende der Nachspielzeit erarbeitet Borre noch einmal einen EckstoĂ, erstmals von der linken Seite, Kostic findet keinen Mitspieler, die Schotten setzen einmal mehr zum Konter an, aber die Absicherung der Eintracht passt bei diesen Standards, da brannte bisher noch ĂŒberhaupt nichts an, ĂŒber die Mittellinie kommen die Rangers nach solchen Situationen kaum.
45.+2. | ... drĂŒckt die Eintracht aufs Tempo, aus dem Strafraum flankt Borre Richtung Kamada, aber viel zu hoch, doch Kostic rettet den Ball vor der Seitenlinie, die Eintracht baut neu auf.
45.+2. | Aribo ist bei den Rangers der auffĂ€lligste Offensivspieler, beschĂ€ftigt zwei Frankfurter an der rechten Grundlinie und legt zurĂŒck auf Jack, der von der Strafraumgrenze dann allerdings deutlich verzieht. Im Gegenzug ...
45.+1. | Nachspielzeit: sechs Minuten. Das ist die lange Unterbrechung wegen der Behandlung von Rode.
45. | Der letzte Abschluss liegt mittlerweile gut zehn Minuten zurĂŒck.
44. | Dann wieder auf der Gegenseite, ĂŒber Kostic, Lindström kommt der Bal an den Strafraum zu Kamada, der dann Knauff in Flankenposition bringt, die Hereingabe wird zur Ecke geblockt. Die bleibt harmlos.
43. | Potenziell gefÀhrlich ist der lange Ball auf Aribo von der linken Seite, aber der wird von Tuta eiskalt abgekocht. Ein ganz starke Defensivszene des Frankfurters. Brauchts aber offensichtlich gerade auch.
41. | Halbfeldfreistoà Rangers, Tavernier von der rechten Seite mit der Hereingabe, zu weit, von einem Frankfurter dann noch zum Einwurf verlÀngert. Aus dem Spiel heraus ist eindeutig die Eintracht gefÀhrlicher, die Schotten leben ein wenig von ihren Standards. Und da ist noch viel Luft nach oben.
40. | Echt schwer zu sagen, wohin diese Partie sich entwickeln könnte. Bisher wirkte die Eintracht torgefÀhrlicher, aber die Rangers werden langsam etwas munterer, offensiv aktiver.
36. | Lundstram kann die Hereingabe von Barisic mit dem Kopf auf den Kasten bugsieren, Trapp geht auf Nummer sicher, leitet den Ball ĂŒber die Latte weiter. Die anschlieĂende Ecke verpufft dann. Allerdings: Die letzten Szenen gehörten jetzt den Schotten, die gerade ihre bisher stĂ€rkste Phase haben.
35. | Kostic bringt Ndicka in Nöte, die Frankfurter kommen nicht aus der rechten Ecke heraus. So kommen die Schotten eher etwas zufĂ€llig zu ihrem ersten EckstoĂ. Die Hereingabe von Tavernier findet aber keinen Abnehmer, aber es gibt den nĂ€chsten Standard. Ort: linke Strafraumseite.
34. | Ăberraschenderweise haben ĂŒbrigens die Rangers etwas mehr Ballbesitz, marginal, 54 Prozent, aber da der sich hauptsĂ€chlich in ungefĂ€hrlichen RĂ€umen abspielt, ist das bisher nicht von Relevanz.
33. | Schauen wir noch mal auf die AbschlĂŒsse. Da steht jetzt 10:1. Alleine fĂŒr den Aufwand hĂ€tte die SGE langsam mal einen Treffer verdient.
32. | Dann laufen die Schotten an, halten den Ball kurz am Frankfurter Strafraum, bis Kostic das SpielgerĂ€t ĂŒbernimmt, vom eigenen Strafraum bis zum gegnerischen marschiert und aus halblinker Position nur knapp verzieht. Was fĂŒr ein Sprint!
29. | Es folgt ein FreistoĂ von Kostic aus dem offensiv Mittefeldzentrum. Er bringt den Ball an den rechten Pfosten, wo Bassey kurz vor zwei Frankfurtern zur nĂ€chsten Ecke klĂ€rt. Die Hereingabe von der rechten Seite wird zunĂ€chst geklĂ€rt, an der Strafraumgrenze setzt Lindström die Direktabnahme, trifft aber nur unmittelbar vor dem Tor Kamada. WĂ€re der reingegangen? Schwer zu sagen, viel sehen konnte McGregor nicht. Der Ball bleibt heiĂt, Kostic mit einem Versuch aus 20 Metern, der sich gefĂ€hrlich senkt, aber drĂŒberfliegt.
29. | Weiter gehts.
26. | Erste Chance jetzt auch fĂŒr die Rangers, als Wright von rechts den Ball an die Strafraumgrenze zu Aribo bringt, der sofort den Abschluss sucht, knapp am linken Pfosten vorbeischlenzt. Trapp wĂ€re aber wohl zur Stelle gewesen. Unmittelbar darauf gibts die erste Trinkpause. 30 Grad sind der Grund dafĂŒr.
24. | WÀhrend die Frankfurter den Aufbau eher spielerisch angehen, funktioniert das Konzept der Schotten so: Ballgeschiebe auf Höhe der Mittellinie und dann der lange Schlag in die Spitze und die Hoffnung auf den zweiten Ball. Das wirkt recht schlicht.
22. | NĂ€chster Anlauf der Hessen, diesmal versucht es Sow von der Strafraumgrenze. Auch eine gute Position, der Schlenzer geht aber deutlich ĂŒber den Kasten. AbschlĂŒsse jetzt: 7:0.
20. | Das war die erste GroĂchance fĂŒr die Eintracht! Rode schickt Knauff auf den Weg, der von halbrechts vor den Strafraum zieht, in gute Position kommt, aus 14 Metern abzieht, mit den Fingerspitzen ist McGregor noch dran und lenkt zur Ecke! Das war verdammt knapp. Und auch die anschlieĂende Ecke ist nicht ungefĂ€hrlich, Lindström verpasst mit dem Kopf.
19. | Etwa so: Goldson mit dem Vierzig-Meter-Ball Richtung Eckfahne, wo Kent den Ball erlÀuft, aber dann wieder hintenrum spielen muss, weil die Eintracht-Defensive schon wieder steht.
17. | Sehr schöner VorstoĂ der Hessen ĂŒber Borre auf der linken Seite, neben ihm lĂ€uft Kostic mit, vor ihm ist Lindström in Position, der am Ende auch den Ball bekommt, mit seinem Flachpass in den Strafraum aber hĂ€ngenbleibt. Offensiv bietet die Eintracht mehr an, die Rangers scheinen im Augenblick eher auf Konter zu lauern.
15. | Eine Viertelstunde ist gespielt, die BallbesitzverhĂ€ltnisse sind ziemlich ausgeglichen, bei der Eintracht stehen allerdings auch schon drei AbschlĂŒsse. Die Schotten kamen noch nicht so richtig in TornĂ€he.
13. | Auf der Gegenseite lĂ€uft Tavernier den Frankfurter Strafraum an und sucht Abnehmer fĂŒr seine Halbfeldflanke. Ohne Erfolg. Tuta klĂ€rt per Kopf. Insgesamt ist die Partie bei beiden Teams noch sehr unrund, die Begegnung hat noch keinen richtigen Rhythmus. Es geht recht wild hin und her.
11. | Die erste Möglichkeit fĂŒr die Frankfurter, mit viel, viel GlĂŒck wĂŒhlt sich Kamada durch den Strafraum, drei Schotten lĂ€sst er stehen, ist dann beim Abschluss aber schon zu nah an McGregor, um den Ball zu platzieren, er schieĂt den Torsteher an, der Ball prallt hoch an die Strafraumgrenze, wo Sow sofort den Abschluss sucht, aber zu unplatziert und ohne SchĂ€rfe, McGregor ist lĂ€ngst wieder in Position.
10. | Aber schon steht Rode wieder auf dem Feld.
10. | Jetzt lÀuft die Partie wieder, kurzzeitig die Eintracht zu zehnt.
9. | Das blutbesudelte Trikot muss natĂŒrlich auch noch gewechselt werden, bevor es hier weitergehen darf.
8. | Die Partie ist locker seit drei Minuten unterbrochen, Rode wird mit einem blauen Kopfverband weiterspielen. Die Farbe scheint angesichts der gegnerischen Trikots etwas unglĂŒcklich gewĂ€hlt.
5. | Eieiei, Rode versucht, vor dem Strafraum abzurĂ€umen und Lundstram zieht ihm einmal die Stollen durchs Gesicht, da war der FuĂ schon sehr, sehr hoch. FĂŒr diese Art gefĂ€hrliches Spiel kann man auch schon man eine Karte zeigen. Rode muss zunĂ€chst versorgt werden, er blutet im Gesicht.
3. | Beide Teams mit relativ aggressivem Pressing/Gegenpressing, das verhindert zunĂ€chst erfolgreich lĂ€ngere Ballstafetten. Es wird gewartet, bis sich RĂ€ume auftun, wie gerade beim Versuch ĂŒber Wright, der durchs Zentrum vortrĂ€gt, auf der rechten Seite Aribo einsetzt, der sich jedoch festlĂ€uft.
2. | Dann die Eintracht erstmals in ernsthafter VorwĂ€rtsbewegung, Sow auf den FlĂŒgel, Knauff flankt etwas zu weit, Kostic bringt den Ball erneut in den Strafraum, wo er diesmal geklĂ€rt wird.
1. | Die Anfangssekunden sind relativ wild, das wirkt von beiden Teams zunÀchst noch sehr nervös. HÀufiger Ballbesitzwechsel.
1. | Die Partie lĂ€uft. Die Eintracht in BlĂŒtenweiĂ, die Rangers in Ganzkörper-Blau.
vor Beginn | Spielleiter im Ramon Sanchez-Pizjuan ist heute der RumÀne Slavko Vincic.
vor Beginn | Die Mannschaften betreten den Rasen.
vor Beginn | Wie sich das fĂŒr ein groĂes Finale gehört, wird auch eine kleine Show vorab geboten, MĂ€nner und Frauen bewegen sich weiĂgekleidet zu rhythmischer Musik mit metallisch wirkenden Stangen, die Neonlicht ausstrahlen. Bei Tageslicht wirkt das ein wenig albern.
vor Beginn | Die Eintracht wurde in der Gruppe mit Olympiakos PirĂ€us, Fenerbahce und Royal Antwerp Gruppensieger und konnte die Zwischenrunde ĂŒberspringen. Im Achtelfinale warfen die Hessen Betis Sevilla raus, im Viertelfinale zerstoben alle eventuellen Rangers-TrĂ€ume, vielleicht diesmal auf Barca zu treffen. Und ĂŒber West Ham fĂŒhrte die Route der Eintracht dann auf direktem Wege nach Sevilla.Â
vor Beginn | Der Weg ins Finale der beiden Teams heute: Die Rangers belegten in einer Gruppe mit Olympique Lyon, Sparta Prag und Bröndby IF Platz zwei und zogen ĂŒber die Zwischenrunde (vs. Dortmund) in die K.o.-Phase ein. Im Achtelfinale lieĂ man Roter Stern Belgrad hinter sich, im Viertelfinale hatte dann Sporting Braga das Nachsehen, bevor die Rangers mit RB Leipzig den nĂ€chsten deutschen Klub aus dem Wettbewerb warfen.
vor Beginn | Und wo wir schon das Finale erwĂ€hnt haben, die Eintracht unterlag Real 3:7 in einem Match, das als eines der besten Spiele, nicht Finale, SPIELE aller Zeiten betrachtet wird. Die BBC strahlt die Partie noch heute einmal jĂ€hrlich aus. Augenzeuge Sir Alex Ferguson, noch kein Sir, beschloss, FuĂballer zu werden.
vor Beginn | Die Schotten waren so beeindruckt von den Hessen, dass sie bei der Einweihung der neuen Flutlichtanlage kurze Zeit spÀter, sich keinen besseren Gegner vorstellen konnten als die Frankfurter (2:3). Erst ein paar Jahre spÀter bei einem Saisonvorbereitungsspiel konnten die Rangers gegen die Eintracht endlich auch mal gewinnen (1967 - 5:3).
vor Beginn | Die Spiele wurden legendĂ€r, nicht so legendĂ€r wie das spĂ€tere Finale, aber ... Beim Hinspiel in Frankfurt (vor 75.000 Zuschauern im Waldstadion, WohlstandsbĂ€uche lagen noch in ferner Zukunft) gewann die Eintracht 6:1, und beim RĂŒckspiel im Ibrox Park lief es fĂŒr die Rangers nicht viel besser (3:6).
vor Beginn | Real Madrid und der FC Barcelona waren schon damals Namen, die jeder kannte. Man muss bedenken, dass wir uns hier in Vor-Bundesliga-Zeiten bewegen. Das Ligensystem in Deutschland war fĂŒr AuĂenstehende noch schwer zu durchschauen. Was wusste man ĂŒber Mannschaften in anderen LĂ€ndern, in Zeiten als noch nicht jedes Spiel gestreamt wurde? Wie gesagt, es wurde nur die Eintracht, nur der unbekannte deutsche Meister.
vor Beginn | Beide Klubs spielten nĂ€mlich schon einmal im Europapokal der Landesmeister gegeneinander. Der Wettbewerb war damals gerade fĂŒnf Jahre alt, wir schrieben die Spielzeit 1959/60. Auf deutschen MĂŒnzen war noch hĂ€ufig "Bank deutscher LĂ€nder" zu lesen. Konrad Adenauer war Bundeskanzler. Die beiden Mannschaften standen im Halbfinale, der schottische Klub hatte sich schon von einem Duell mit Barca oder Real getrĂ€umt, dann wurde es bei der Verlosung aber nur die Eintracht.Â
vor Beginn | Wenn die Eintracht heute auf die Rangers trifft, ist Tradition im Spiel. Keine lange, aber eine groĂe. Das Aufeinandertreffen hat nĂ€mlich Geschichte. Nicht im herkömmlichen Sinn wie, wenn Sie in Vorschauen lesen, in 129.286 Aufeinandertreffen hat Mannschaft A sich einen klaren Vorteil herausgespielt, gewann in 64.319 Spielen, 64.207 Mal gewann B, 760 trennte man sich mit einem Remis. Nope.
vor Beginn | Die Rangers laufen genau mit der Formation auf, die die Leipziger aus dem Wettbewerb warf.
vor Beginn | Und so spielen die Rangers: McGregor - Tavernier, Goldson, Bassey, Barisic - Jack, Lundstram, Kamara - Kent, Aribo, Wright.
vor Beginn | Die Eintracht spielt im Vergleich zum letzten Ligaspiel gegen Mainz fast unverĂ€ndert, das heiĂt, Lindström, zuletzt angeschlagen, ist fit genug fĂŒr die Anfangself. Hauge muss zurĂŒck ins zweite Glied.
vor Beginn | Die Eintracht lÀuft so auf: Trapp - Toure, Tuta, Ndicka - Knauff, Rode, Sow, Kostic - Lindröm, Borre, Kamada.
vor Beginn | Herzlich willkommen zum Finale der UEFA Europa League 2021/22 zwischen Eintracht Frankfurt und den Glasgow Rangers.