(Seite 2 von 4)
In einem über weite Strecken hochklassigen Finale vor knapp 50.000 Zuschauern in Frankfurt musste nun wie im amerikanischen Viertelfinale gegen Brasilien das Elfmeterschießen entscheiden, da die Rote Karte gegen Azusa Iwashimizu zu spät kam (120.), um das Spiel noch zu beeinflussen. Die Verteidigerin hatte Morgan an der Strafraumgrenze gefoult, was Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus als Notbremse ahndete.
Japans Trainer Norio Sasaki vertraute der Startelf, die schon im Halbfinale gegen Schweden brilliert hatte. Sein Gegenüber Pia Sundhage nahm zwei Änderungen im Vergleich zum Spiel gegen Frankreich vor. Rachel Buehler spielte wieder in der Innenverteidigung neben Christie Rampone, an Stelle von Becky Sauerbrunn. Und im linken Mittelfeld erhielt Megan Rapinoe wieder den Zuschlag, Lauren Cheney rückte in die Spitze, und Amy Rodriguez musste auf die Bank.
USA zunächst klar überlegen
Von Beginn an versuchten die favorisierten Amerikanerinnen, mit druckvollem Spiel und direktem Zug zum Tor Japan unter Druck zu setzen. Nach nur wenigen Sekunden drang Cheney in den Strafraum der Japanerinnen ein, nach einem Fehler von Yukari Kinga, und scheiterte aus spitzem Winkel an Ayumi Kaihori. Bei etwas mehr Übersicht der Stürmerin von den Boston Breakers wäre in dieser Szene schon ein Pass in den Rückraum und das 1:0 möglich gewesen.
Es dauerte eine gute halbe Stunde, bis die Japanerinnen sich erstmals so weit vom amerikanischen Pressing befreien konnten, dass sie zu einem eigenen Torabschluss kamen: durch Kozue Ando, die - von Shinobu Ohno schön frei gespielt - von halblinks mit einem schwachen Linksschuss an Hope Solo scheiterte.
Zu diesem Zeitpunkt hätte es jedoch schon gut und gerne ein oder zwei Tore auf der Gegenseite geben können. Immer wieder setzte sich Rapinoe über links durch, teils im Doppelpass mit Cheney oder Carli Lloyd, teils als Flankengeberin, wie nach acht Minuten für Cheney, die das Außennetz traf. Die allergrößte Gelegenheit hatte jedoch Abby Wambach auf dem Fuß, als ihr Linksschuss aus 13 Metern in der 29. Minute von der Unterlatte wieder ins Feld sprang.





