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1. Unfall in Spa: Grosjean gesperrt, Alonso im Glück, Formel 1 diskutiert
Datum: 03. September 2012, 14:12 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa/sportal.de
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Unfall in Spa: Grosjean gesperrt, Alonso im Glück, Formel 1 diskutiert

Romain Grosjean,Formel 1,GP von Belgien
Romain Grosjean fliegt nur knapp an Fernando Alonso vorbei

Es ist viel für die Sicherheit in der Formel 1 getan worden, doch der Faktor Mensch bleibt ein nicht zu kalkulierendes Risiko. Das bewies Romain Grosjean beim Großen Preis von Belgien, als er einen Unfall heraufbeschwor, der nur mit viel Glück glimpflich ausging.

Der Schock nach dem Startunfall in Spa saß bei Verantwortlichen und Zuschauern tief und die Erleichterung war riesengroß, dass Ferrari-Pilot Fernando Alonso den Crash ohne große Blessuren überstanden hatte. Er klagte lediglich über Rückenschmerzen. "Uns und, ich denke, allen Ferrari-Fans ist das Herz stehen geblieben bei dem Unfall", meinte Scuderia-Teamchef Stefano Domenicali.

Grosjean verfehlt Alonso nur knapp 

In einer ersten Reaktion wurde Wiederholungstäter Romain Grosjean für den kommenden Großen Preis von Italien gesperrt, zudem muss er eine Geldstrafe von 50.000 Euro zahlen. Der Franzose hatte nach dem Start in Spa Lewis Hamilton abgedrängt.

Der Lotus von Grosjean und der McLaren verhakten sich. Grosjean krachte in den Sauber von Sergio Perez und hob ab. Der Lotus krachte auf den Ferrari von WM-Spitzenreiter Alonso. Er verfehlte Alonsos Kopf um rund einen halben Meter. Der Spanier hatte keine Chance auszuweichen. "Ich habe mich gefühlt, als wäre ein Zug in mich reingefahren", sagte Alonso.

Grosjean entschuldigt sich 

Wütend sei er nicht auf Grosjean, meinte Alonso. Dennoch muss sich der Franzose seine Gedanken machen, denn bereits zum siebten Mal war er bei insgesamt 19 Formel 1-Stars an einem Zwischenfall beteiligt. "Einige waren nicht mein Fehler, andere hingegen schon. Manche haben mit mangelnder Erfahrung zu tun, mache sind einfach Fehler. Jetzt ist es an der Zeit, damit aufzuhören", erklärte er laut motorsport-total.com.

Der 26 Jahre alte ehemalige GP2-Champion, der 2009 sieben Formel-1-Rennen bestritten hat und in dieser Jahr erstmals eine volle Saison fahren soll, entschuldigte sich bei seinen Kollegen. "Ich möchte mich bei allen Fahrer entschuldigen, die in den Unfall verwickelt waren", sagte Grosjean, der sich in den Medien Kritik gefallen lassen musste. Die italienische Zeitung Tuttosport titelte: "Grosjean - jetzt reicht es!". Und El Mundo aus Spanien befand: "Man hatte geglaubt, die Fahrer seien rundum geschützt und Unfalldramen gehörten der Vergangenheit an. Aber das ist nicht so."

Ist ein geschlossenes Cockpit die Lösung? 

Dieser Unfall entfachte abermals eine Diskussion darüber, wie sicher die Formel 1 trotz aller Maßnahmen in der Vergangenheit ist. Das offene Cockpit ist dabei ein Aspekt. Uneinigkeit herrscht aber insgesamt, ob eine Art Jet-Kanzel die Lösung sein kann. Geprüft wird eine solche Variante seit langem.

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