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Dass Coates ausgerechnet nach Liverpool wechseln würde, war vielleicht durch das Omen vorbestimmt, dass er 2009 mit 18 Jahren sein erstes Tor für Nacional gegen den gleichnamigen Liverpool Fútbol Club erzielt hatte - so heißt ein Lokalrivale Nacionals in Montevideo. Nur vier Tage nach seinem ersten Treffer für die Tricolores spielte Coates zum ersten Mal im Copa Libertadores. Auch hier erzielte er gleich ein Tor, gegen Nacional aus Paraguay, womit sich sein eigenes Nacional für die KO-Runde des Wettbewerbs qualifizierte.
Triumphe mit Nacional
Es sollte die erfolgreichste Saison eines uruguayischen Clubs im Libertadores seit 21 Jahren werden, erst im Halbfinale war gegen den späteren Sieger Estudiantes Schluss. Im gleichen Jahr gewann Nacional seinen 42. uruguayischen Meistertitel, was umso befriedigender für die Fans war, als der Erzrivale Penarol zugleich in der Abstiegsrunde spielen musste.
Nachdem Coates im Herbst 2009 mit Uruguays U 20 von der WM in Ägypten zurückgekehrt war, wurde er zum unumstrittenen Stammspieler in der Abwehr von Nacional. Die Auszeichnung als bester Verteidiger der uruguayischen Liga war die logische Konsequenz, und mit dem FC Sao Paulo begann sich ein großer Club aus dem Nachbarland Brasilien für den Abwehrspieler zu interessieren.
Doch nach einem weiteren Jahr in Uruguay, in dem Nacional erneut Meister wurde, konnten die Brasilianer nicht mehr mithalten im Wettbieten um Coates, so dass sich Liverpool durchsetzte und mit acht Millionen Euro mehr Ablöse bezahlte, als jemals an einen uruguayischen Club für einen Spieler bezahlt worden waren.
Ligapokalsieger - aber kein Stammspieler
An der Merseyside schaffte Coates jedoch trotz aller Anlagen noch nicht den Durchbruch zum Stammspieler. Neun Spiele in der Premier League, zwei im FA Cup und drei im Ligapokal, so heißt die Bilanz. Immerhin darf Coates sich Sieger des Ligacups nennen, auch wenn er im Finale gegen Cardiff City nicht zum Einsatz kam.
Seine spektakulärste Szene verhalf ihm zu seinem bisher einzigen Premier League-Tor, als er mit einem Seitfallzieher das 2:0 bei den Queens Park Rangers erzielte. Seine größten Stärken liegen aber im Zweikampf und im Stellungsspiel, wobei er mit 1,96 Metern auch sehr gut in der Luft ist. Als Schwäche wäre höchstens die fehlende Antrittsschnelligkeit zu nennen, die er aber mit großer Spielintelligenz meist zu kompensieren weiß.
In der kommenden Saison darf Coates sich in Liverpool unter dem neuen Manager Brendan Rodgers mehr Chancen ausrechnen. Zuvor aber stehen in seiner britischen Wahlheimat erst einmal die Olympischen Spiele an und damit die Chance, die dritte Goldmedaille in Uruguays Geschichte zu erringen.





