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Hanning ging im Juli 2005 nach Berlin, wo er als Manager und ehrenamtlicher Jugendtrainer aktiv ist. Das Konzept der Füchse ist nicht mit dem des norddeutschen Konkurrenten zu vergleichen, da in Berlin der Fokus auf der Nachhaltigkeit liegt. "Wir sind Realisten genug und wissen, dass wir mit 40 bis 45 Prozent des Etats der Großen spielen. ( ) Aber wir genießen das und es zeigt, dass man auch mit weniger Geld eine gute Mannschaft zusammenstellen kann, so Hanning.
Trainer mehr Kontinuität an der Spree
Auch in der Trainerfrage sind die Unterschiede zwischen beiden Clubs eklatant. Gerade der HSV befindet sich momentan in einer turbulenten Phase. Auf Hanning folgte damals Martin Schwalb, der mit dem HSV große Erfolge feierte. Als der Erfolgstrainer jedoch nach der Meisterschaft 2011 in die Geschäftsführung wechselte, brach der Laden nahezu zusammen. Denn beim HSV wollte man die große Lösung, und die funktionierte nicht.
Per Carlen wurde geholt, doch nach nur sechs Monaten musste er seinen Hut nehmen. Jens Häusler durfte sich versuchen, war mit dem Starensemble jedoch überfordert. Häusler rief öffentlich um Hilfe und nun ist es wieder Schwalb, der den Karren aus dem Dreck ziehen soll. Der Meistertrainer kehrt bis zum Saisonende auf die Bank des HSV zurück und soll der Mannschaft zusammen mit Häusler wieder neues Leben einhauchen.
"Ich bin kein Heilsbringer. Wichtig ist es jetzt, eine Gemeinsamkeit in die Truppe zu bekommen", sagte Schwalb gegenüber dpa. Mit ungewöhnlichen Aktionen wie Paintball, bei denen die Profis aufeinander mit Farbkugeln schießen, versuchte er Stimmung in die Bude zu bekommen.
Der HSV wirkt in diesen Tagen konzeptlos und wie schnell es Schwalb schaffen wird, dem Team wieder Selbstvertrauen und eine Linie zu geben, muss abgewartet werden. "Wir stehen vor einer großen Aufgabe. Durch die vielen Verletzungen haben wir Probleme beim Defensivverhalten", räumte Schwalb ein.





