TOP: Brasiliens Topvereine wollen helfen
30. November 2016
Nach dem tragischen Flugzeugabsturz in Kolumbien, bei dem fast die gesamte Mannschaft des brasilianischen Erstligisten Chapecoense ums Leben gekommen ist, wollen die brasilianischen Topvereine mit diversen Regelungen helfen. Damit sich der Verein in Ruhe neuaufstellen kann, wollen die Vereine mit einem Schreiben veranlassen, dass der Verein drei Jahre nicht absteigen darf. Darüber hinaus soll es kostenfreie Leihen und Transfers zu Chapecoense geben. Diese Regelungen sollen dem brasilianischem Verband vorgeschlagen und zeitnah umgesetzt werden.
FLOP: Lange Strafe für Johaug
Olympiasiegerin Therese Johaug soll nach ihrer positiven Dopingprobe von der Anti-Doping-Agentur des skandinavischen Landes ADNO für 14 Monate gesperrt werden. Die Forderung wird nun an den norwegischen Verband weitergegeben, der abschließend über die zu verhängende Sperre entscheidet. Die 27-Jährige Johaug war am 16. September positiv auf das verbotene androgene Steroid Clostebol getestet worden. Grund für die positive A-Probe, deren Befund in der B-Probe bestätigt wurde, ist nach Angaben des Skiverbandes eine Sonnencreme gewesen. Der Mannschaftsarzt ist deswegen bereits zurückgetreten. Doch es gibt auch Zweifel an der Sonnencremethese: Zuletzt wurde Johnsrud Sundby gesperrt, wegen eines geringen Doping-Verstoßes für zwei Monate. Norwegens Verband hatte zwar die Verantwortung für zwei positive Proben auf das Asthma-Mittel Salbutamol übernommen, das ebenfalls eine anabole Wirkung hat. Doch der Cas stellte fest, dass Sundby eine besondere Ausnahmegenehmigung benötigt hätte. "Norges Skiforbund" jedenfalls, der Sundby ohne Strafe laufen lassen wollte und allem Anschein nach nun auch am liebsten Johaug unbehelligt davonkommen lassen möchte, gerät immer mehr in die Kritik wegen der dubiosen Erklärungen für die Dopingfälle. Über die Creme-Theorie im Fall Johaug sagte der schwedische Anti-Doping-Experte Åke Andrén-Sandberg seinem heimischen TV-Sender SVT: "Das ist eine weit hergeholte Erklärung, aber nicht unmöglich. Die Labore sind mittlerweile so gut, dass sie so geringe Mengen finden können, wie man sie durch eine Lippencreme aufnimmt."
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