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Aber manchmal halten es Nachbarn auch nicht miteinander aus, im schlimmsten Fall geht es sogar vors Gericht. Ein wunderbares Beispiel für zwischenmenschliche Nachbarschaftsprobleme gab es die Tage in Düsseldorf. Dort überlegte sich eine 13-Jährige, da sie ihr Taschengeld mit Austragen von Prospekten aufbessern könnte. Das fand ihr 56-jähriger Nachbar nicht sonderlich witzig, denn vor seiner Haustür stapelten sich seit jenem Tag die Werbeblätter. Die Konsequenzanalyse ergab, dass die einzige Möglichkeit, das nervige Mädchen loszuwerden, sei, die Prospekte zurück zu werfen. Daraufhin wurden Briefe mit Kakerlaken verschickt, obszöne Nachrichten im Treppenhaus aufgehängt, das Auto wurde mit Kratzern verziert oder – auch sehr beliebt – es wurden Eier gegen die Fensterscheibe geworfen. Im Endeffekt ging es vor Gericht. Doch die Richterin konnte diesen Fall nicht ernst nehmen und musste wegen eines Lachanfalls den Prozess unterbrechen. Ihren Spaß verlor sie auch nicht, als die Beteiligten sich mit „Bastard“ oder „Mistkerl“ bepöbelten. Zu guter Letzt stellte sie das Verfahren gegen 500 Euro ein. Es ist doch schön, wenn man sonst keine Probleme hat.
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