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20.06.2008 Ronaldo: 'Ich gehe zu Real'![]() Ronaldo lässt die Bombe platzen Das Viertelfinal-Aus gegen Deutschland war gerade erst besiegelt, da äußerte Cristiano Ronaldo die Worte, vor denen sich die Verantwortlichen von Manchester United schon länger gefürchtet hatten: "Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen zu Real Madrid wechseln werde." Nur wenige Minuten nach dem Spiel brach der ManU-Superstar sein Schweigen, seinen Verbleib bei den Red Devils betreffend und ließ keinen Zweifel daran, wohin die Reise gehen soll. "Schon in den nächsten Tagen könnte der Transfer perfekt sein. Die Chancen, dass ich zu Real gehe, stehen sehr gut, aber das hängt jetzt nicht mehr von mir ab." "Ich weiß, dass Real ein konkretes Angebot für mich abgegeben hat", so Ronaldo weiter. "Jetzt wollen wir mal sehen, ob wir in den nächsten Tagen zu einer Vereinbarung kommen." Ronaldo und sein Agent Jorge Mendes wissen, dass die Madrilenen dem englischen Meister 80 Millionen Pfund (ca. 101 Millionen Euro) für den 23-Jährigen bieten und so den Druck auf ManU, das Angebot zu akzeptieren, deutlich erhöhen werden. Streikt Ronaldo, wenn er nicht zu Real darf? Ronaldo, der die aufgeheizte Wechsel-Atmosphäre bereits mit seiner Aussage, dass ein Wechsel zu Real "ein Traum" und "ein großer Schritt nach vorne" wäre noch weiter angefacht hatte, könnte nach Informationen der englischen Zeitung The Sun sogar in einen Streik treten, sollte sein derzeitiger Arbeitgeber dem Transfer nicht zustimmen. Weiter sagte Ronaldo: "Für mich ist das eine große Chance. Wie Scolari schon sagte, so etwas passiert nur ein Mal." Auf die Frage, wann er sich für einen Wechsel zu den Königlichen entschieden habe, gab der frühere Sporting-Spieler zu, dass er sich schon "geraume Zeit vor dem Turnier" entschieden hätte. Keine Aussagen vor der Europameisterschaft "Ich wollte vor der Europameisterschaft nichts sagen, weil wir noch im Turnier spielen mussten und das eine wichtige Entscheidung ist." Old Trafford zu verlassen sei sicherlich nicht leicht aber er glaube, "dass das wahrscheinlich das Beste für uns alle ist." ManU wird angesichts dieser Aussagen außer sich vor Wut sein, da man von Vereinsseite bereits mehrfach klargestellt hatte, dass man keine Absichten hat, den wertvollsten Spieler gehen zu lassen. Und das Verhältnis zu Real befindet sich ohnehin auf einem Tiefpunkt. Nachdem die Spanier offen versucht hatten, Ronaldo in die Hauptstadt zu locken, reichte ManU eine formelle Beschwerde bei der FIFA ein. ManU-Eigner: Ronaldo kann auf der Bank verrotten Die Position von Manchester United bleibt unverändert hart: Ronaldo hat letztes Jahr einen Fünf-Jahres-Vertrag unterschrieben und wird in Old Trafford bleiben. Auch Trainer Sir Alex Ferguson hatte immer darauf bestanden, auf keinen Fall die Absicht zu haben, Ronaldo gehen zu lassen. Ferguson enthüllte zudem, dass die Club-Eigner - die Glazer Familie - eher bereit sei, den 23-Jährigen "auf der Bank verrotten" zu lassen, als ihn zu Madrid wechseln zu lassen. Nach dem EM-Aus wird sich Ronaldo nun aber zunächst einer Operation unterziehen. "Ich habe ein kleines Problem an meinem Fuß", erklärte der Mittelfeldspieler. "Ich habe damit jetzt schon drei Monate gespielt und werde das jetzt sofort machen lassen." Philipp Lindenberg |