
Nach den Neuzugängen Carlos Zambrano vom FC St. Pauli und Dorge Kouemaha vom FC Brügge steht der Erstligakader von Eintracht Frankfurt. Doch sind die Frankfurter auch erstligareif? sportal.de lobt die Jungendstrategie und mahnt das Abwehrchaos an.
Best-Case-Szenario: Eintracht holt Platz 10
Die Vorbereitung bei Eintracht Frankfurt lief glänzend. Acht von neun Testspielen konnte das Team von Armin Veh gewinnen. Nur gegen den polnischen Erstligisten Lubin spielte die Eintracht remis (2:2). Vor allem die letzten beiden Testpartien zeigten die Eintracht in blendender Frühform. Gegen den österreichischen Meister Red Bull Salzburg gewann man 4:1, der spanische Champions League-Teilnehmer FC Valencia wurde mit 4:2 (2:1) geschlagen.
Gute Ergebnisse, eine klare Philosophie: Armin Veh hat klare Vorstellung, wie seine Eintracht spielen soll. "Wenig hohe Bälle, Kurzpassspiel mit wenigen Kontakten", fasste Neuzugang Stefan Aigner die Philosophie laut Frankfurter Rundschau zusammen. Die Eintracht soll sich nicht verstecken und mauern, sondern mutig nach vorne spielen. "Das ist unser Spiel, so wollen wir erfolgreich sein", sagte Veh laut faz.net, "Ich verspreche mir mehr davon, als wenn wir dreißig Meter vor dem Tor darauf warten, dass wir einen reinbekommen."
Kapitän Pirmin Schwegler stößt ins gleiche Horn wie sein Trainer. "Wir wollen mutig spielen und uns in der ersten Liga nicht verstecken. Ich hoffe, es geht nicht nach hinten los", so Schwegler laut faz.net. Die Hoffnungen liegen dabei vor allem auf der starken Offensive der Frankfurter. Neuzugang Stefan Aigner, der ablösefrei von 1860 München an den Main wechselte, gilt als Gewinner der Vorbereitung. Der lauf- und dribbelstarke Münchner ist für die rechte Offensive Position im 4-2-3-1-System gesetzt.
Mit Takashi Inui (kam für 1,2 Millionen Euro aus Bochum) und Alexander Meier steht das offensive Mittelfeld. Im Sturm überzeugte auch der dritte Neuzugang, Olivier Occéan (1,3 Millionen Euro), in der Vorbereitung. Die Eintracht setzt aufgrund der finanziell eingeschränkten Möglichkeiten vor allem auf die Jugend. "Das Entscheidende ist, dass der Kader nicht für ein Jahr zusammengestellt ist", erklärte Veh im kicker, "sondern aufgrund der Altersstruktur mittelfristig in sich wachsen und sich verbessern kann."
Dazu gehören Spieler wie Sonny Kittel (19 Jahre), Sebastian Jung (22), Kevin Trapp (22) oder Sebastian Rode (21). "Sie sind unser Glück. Es gibt nicht viele Vereine, die so gute junge Spieler haben", betont Veh. Dazu kommen mittelfristig auch die Jungendnationalspieler Marc Stendera (16) und Marc-Oliver Kempf (17). Beide Spieler trainieren mit den Profis und gelten als Ausnahmetalente.
"Wir glauben an die beiden Jungs, sie haben das Zeug dazu, es in der Bundesliga zu schaffen. Davon sind wir absolut überzeugt", sagte Sport-Direktor Bruno Hübner laut fr-online.de. Mit einem mutigen Jungendkonzept und einer guten Offensivabteilung könnte die Eintracht durchaus zur Überraschung werden, wie die Erfolge in der Saison-Vorbereitung vermuten lassen. Maximal könnte dabei Platz zehn herausspringen.
Worst-Case-Szenario: Eintracht steigt ab
Doch eine gute Vorbereitung macht noch keinen Sommer und ein Sommer macht noch keine Saison. Nachdem wir zehn Euro ins redaktionsinterne Phrasenschwein entrichtet haben, wagen wir den Vergleich mit der letzten Bundesligasaison der Eintracht (2010/11). Der Übungsleiter hieß damals Michael Skibbe und die Eintracht besiegte im eigenen Stadion den FC Chelsea mit 2:1. Nach 17. Spieltagen stand man auf Platz sieben der Tabelle und das Konzept schien aufzugehen. Nach einer dramatischen Talfahrt in der Rückrunde landete die Eintracht schließlich auf dem 17. Rang und stieg ab.