
Borussia Mönchengladbachs Manager Max Eberl hat die Kritik von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke am FC Bayern München zurückgewiesen. Borussia Dortmund habe beim Transfer von Marco Reus im vergangenen Sommer genau wie die Münchener gehandelt. "Es ist nun mal so in diesem Geschäft, dass die Moral hintansteht", sagte Eberl zu Sport Bild und spielte auf die Dortmunder Transferpolitik an: "Auch vom BVB wäre es schön gewesen, davon zu erfahren, dass sie Marco wollen." BVB-Boss Watzke hatte nach Bekanntwerden des Götze-Transfers Karl-Heinz Rummenigge kritisiert, weil Bayerns Vorstandsvorsitzender ihn nach den erfolgreichen Verhandlungen nicht informiert habe. Offenbar handelten die Dortmunder aber ähnlich, als sie Reus per Ausstiegsklausel für 17,5 Millionen Euro aus Gladbach loseisten.
Eberl: Zorc meldete sich erst als Reus-Wechsel bekannt war
"Michael Zorc hat sich erst an dem Tag gemeldet, als der Spieler uns bereits über den Wechsel informiert hatte", berichtete Gladbachs Eberl nun über die Informationspolitik des BVB: "Von daher kann ich jetzt die Aufregung der Dortmunder nicht nachvollziehen." Der einzige fade Beigeschmack beim Götze-Wechsel sei für den 39-jährigen Manager der Zeitpunkt der Bekanntgabe des Transfersgewesen: "Der war für alle Seiten bescheiden. Ansonsten sollte sich jeder an die eigene Nase fassen."Alexander Maack