(Seite 2 von 2)
Bilbao: Geschockt und demontiert
Barcelona wollte früh für klare Verhältnisse sorgen und dachte deshalb gar nicht daran, einen Gang zurückzuschalten. Bilbaos Keeper holte einen Messi-Schlenzer aus dem Winkel (16.), schon nach 20 Minuten erhöhte der Weltfußballer dann aber doch auf 2:0. Zuvor zeigte Andres Iniesta mit einem tollen Pass in die Tiefe sein ganzes Können. Messi stand somit frei vor Iraizoz und setzte den Ball spielend leicht unter die Latte.
Bilbao wirkte schwer beeindruckt, schon im Europa League-Finale gegen Atletico Madrid waren die Basken chancenlos der erste Titel seit dem Double 1984 muss noch warten. Trainerfuchs Marcelo Bielsa hatte sein Team sehr defensiv eingestellt, doch die Taktik wurde schnell zur Makulatur. Erst recht, als Pedro seinen zweiten Treffer nachlegte (25.), Iraizoz wirkte bei dem Flachschuss etwas schwerfällig, ein erstklassiger Keeper hätte den Versuch wohl gehalten.
Damit war das 108. spanische Pokalfinale frühzeitig entschieden, ein Comeback von Bilbao hielten im Vicente Calderón zu Madrid selbst die Athletic-Fans kaum für möglich. Aber das Bielsa-Team kämpfte, Fernando Llorente hätte bei einem Trikot-Zupfer von Pique durchaus Elfmeter bekommen können (27.). Barcelona nahm in Anbetracht der klaren Führung das Tempo heraus und so ging es mit dem 3:0 in die Kabine.
Barcelona verwaltet die Führung
Im zweiten Durchgang war Bilbao dann etwas besser im Spiel und der zur Pause eingewechselte Ander Herrera hatte mit einem Lupfer auch die große Chance zum Anschlusstreffer (52.), aber nach einer wirklichen Wende sah es zu keinem Zeitpunkt aus. Barcelona ließ den Gegner einfach ein bisschen mitspielen, Messi und Co. hätten aber jederzeit wieder einen Gang hoch schalten können.
Somit plätscherte das Spiel nur noch dahin, die Fans des FC Barcelona hatten genug Zeit, immer wieder Guardioals Namen zu skandieren. Egal, wie sich Vilanova machen wird, sie werden ihren Pep sicher vermissen.
Marcus Krämer





