(Seite 2 von 2)
Doch genug zum Sturm, denn das Thema Akpala ist ja noch nicht ganz vom Tisch, sondern wird erst einmal neu überdacht. In der Defensive fiel vor allem der griechische Innenverteidiger Sokratis auf - leider negativ. Statt in der Abwehr Beton anzurühren, sah die Defensivarbeit des Griechen bei der Hitzeschlacht in Münster eher aus wie eine Vanilleeis-Wand und so war es kein Wunder, dass nicht nur die Führung, sondern auch die Hoffnung auf die zweite Runde dahinschmolz. An den ersten drei Gegentoren war Sokratis mehr oder weniger zum Nachteil der Bremer beteiligt, das letzte Tor durfte er sich nach einer Gelb-Roten Karte (108.) vom Spielfeldrand aus anschauen.
A wie Attitüde
Es fehlt also im Sturm, in der Abwehr, ach ja und es fehlt auch an der Einstellung, wie Klaus Allofs wütend anmerkte: "Ich bin Profi. Da will ich doch nicht hier ausscheiden. Da muss ich die Führung verteidigen und mich mehr wehren." Die fehlende Einstellung scheint im Norden Deutschlands aktuell an der Tagesordnung zu sein, wobei Bremen bisher seltener das Problem hatte, als der andere norddeutsche Stadtstaat, was durchaus an Trainer Thomas Schaaf liegen könnte.
Der oftmals hart wirkende Coach hat sein Team nun seit 13 Jahren im Griff und wird es zweifelsohne auch im Laufe der Saison wieder hinbekommen. Ob es bis Freitag zum Saisonauftakt gegen den amtierenden deutschen Meister und Pokalsieger Borussia Dortmund schon so weit ist, wird sich zeigen. Schaaf weiß jedoch, dass das Spiel gegen den BVB "eine andere Nummer" ist und bleibt noch geduldig mit seinem neuformierten Kader: "Mal sehen, wie wir uns da anstellen."
Gut Ding braucht Weile
Geduld ist ja bekanntlich eine Tugend. Geduld hat in der Bundesliga auch zwei Vorzeigeverfechter: Klaus Allofs und Thomas Schaaf. Seit 1999 sind sie die Macher bei Werder Bremen und hatten schon weitaus schlechtere Kader als in der beginnenden Saison. Potenzial haben sie mit Kevin de Bryune, Eljero Elia, Nils Petersen, Assani Lukimya, Zlatko Junuzovic, Gebre Selassie und vielen jungen Wilden wie Niclas Füllkrug und das Pokal-Aus bedeutet natürlich nicht das Ende der Welt, sondern wie Allofs sagte einen "völlig unnötigen Rückschlag", den Bremen überwinden muss und wird.





