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"Ich kann mich gut an eine Szene mit seinem Vater erinnern", erzählte Tönnies in launiger Runde. "Es ging darum, dass wir Özil eigentlich gerne behalten wollten und da sagte der Vater: 'Eines sag ich Ihnen, Herr Tönnies, mein Sohn spielt in drei Jahren bei Real Madrid.' Ich hätte ihm am liebsten den Puls gefühlt, weil ich das überhaupt nicht für möglich gehalten habe", sagte Tönnies. Der weitere Weg des wohl technisch besten deutschen Spielers dieser Tage ist bekannt.
2. Bundesligareif
Benedikt Höwedes (Schalke 04/8 A-Länderspiele)
Der Schalker Benedikt Höwedes hatte der U 21 mit seinem 1:0-Siegtreffer in der Qualifikation gegen Frankreich in der 90. Minute überhaupt erst die Teilnahme am Turnier in Schweden ermöglicht. Höwedes war im U 21-Team als Innenverteidiger ein Leistungsträger des Teams. Der in Haltern geborene Knappe hatte in der Saison vor dem Turnier seine erste Spielzeit als Stammspieler hinter sich bringen können und gehört seitdem zu den Leistungsträgern bei FC Schalke 04.
Andreas Beck (TSG Hoffenheim/9 A-Länderspiele)
Der rechte Verteidiger war Stammspieler der U 21-Europameister, doch bei Joachim Löw war er sogar schon zuvor zu Gast. Sein erstes A-Länderspiel machte Beck im Februar 2009, ehe im Juni der Titel mit der U 21 folgte. Ein früher Aufstieg, der allerdings in einem jähen Abstieg endete. Trotz anhaltender Probleme der DFB-Elf auf der rechten Außenverteidigerposition vermochte es Beck nicht, sich dort zu empfehlen. Vor der WM 2010 in Südafrika wurde er als letzter Spieler aus dem endgültigen Kader gestrichen. In Hoffenheim liefert er solide Arbeit ab, eine erneute Berufung in den A-Kader ist derzeit aber unrealistisch.
Dennis Aogo (Hamburger SV/10 A-Länderspiele)
Der in Karlsruhe geborene Aogo wechselte ein Jahr vor dem Turnier von Freiburg zum HSV. Bei der U 21 wurde Aogo meist im defensiven Mittelfeld eingesetzt und spielte ein ordentliches Turnier. Im Januar 2010 machte er sein erstes Länderspiel im A-Kader. Er konnte in der EM-Qualifikation nicht überzeugen und flog letztlich aus dem Kader der EM in Polen und der Ukraine.
Marcel Schmelzer (Borussia Dortmund/6 A-Länderspiele)
Marcel Schmelzer wechselte vom 1. FC Magdeburg in die A-Jugend von Borussia Dortmund und sammelte in der Saison vor dem Turnier erste Erfahrungen im Profikader und in der Bundesliga. Er machte in Schweden vier von fünf Spielen und konnte überzeugen. In der anschließenden Saison bei Dortmund verdrängte er Publikumsliebling Dede endgültig und ist seitdem Teil der Erfolgsmannschaft des BVB. In der A-Nationalmannschaft enttäuschte er bislang. Schmelzer war zwar Teil des Kaders bei der EM 2012, kam aber zu keinem Einsatz.
Gonzalo Castro (Bayer Leverkusen/5 A-Länderspiele)
Gonzalo Castro Randón wurde in Wuppertal geboren und machte schon mit 17 Jahren seine ersten Spiele für Bayer Leverkusens Profimannschaft. Im Jahr 2007 gab der variable Defensivspieler sein Debüt in der A-Nationalmannschaft, allerdings machte er alle seine 5 Länderspiele in diesem Jahr 2007, es kam kein weiteres dazu. Bei der U 21-EM gehörte er zu den Leistungsträgern der Mannschaft, erzielte zwei Treffer, u.a. das wichtige 1:0 im Finale gegen England. Castro leidet im Verein unter seiner Flexibilität. Er spielt mal im Mittelfeld, mal als rechter Verteidiger.
Marko Marin (Chelsea/16 A-Länderspiele)
Der in Bosanska Gradika im heutigen Bosnien und Herzegowina geborene Marin kam bereits im Mai 2008 zu seinem Länderspieldebüt. Bei der WM in Südafrika 2010 gehörte er zum Kader und wurde als Joker eingesetzt. Der enorm talentierte Flügelflitzer konnte sich aber bei Werder Bremen nicht weiterentwickeln und wechselte zur kommenden Saison zu Chelsea. Bei der U 21-EM 2009 in Schweden kam Marin zu vier Einsätzen, spielte aber im Endspiel nicht. Britische Medien feierten Marin bereits als "German Messi", davon ist Marin aber derzeit weit entfernt. Der Wechsel könnte ihm allerdings einen neuen Schub geben.





