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1. Du sollst die NFL-Veteranen ehren
Das gilt vor allem für Russell Wilson, der, nach gesundem Menschenverstand, eigentlich Matt Flynn bei der Arbeit zusehen sollte. Flynn wurde in der Offseason von den Green Bay Packers verpflichtet, wo er hinter Aaron Rodgers wenig Aussicht auf einen Stammplatz hatte. Bei den Seahawks sollte das anders werden, Seattle zahlte ihm immerhin 10 Millionen US Dollar als Garantiesumme, bei vollständiger Erfüllung seines Fünfjahresvertrages würde er durchschnittlich knappe vier Millionen pro Saison verdienen.
Das Geld scheint nun dafür angelegt, damit Flynn das macht, was er bereits seit 2008 in Green Bay machte: Das Klemmbrett mit den Spielzügen halten. Wirklich unbefriedigend für jemanden, der seit dem letzten Jahr immerhin den Rekord der meisten Passing Yards und Touchdowns bei den Packers hält. Da sollte Wilson zumindest außerhalb des Feldes gute Kinderstube beweisen und seinem Eigentlich-Ersatzmann auch mal einen Drink spendieren. Seine Ex-Teamkollegen von den Packers wollen Flynn übrigens auch zurück. Denn für diesen Job hat er das heimelige Wisconsin sicher nicht verlassen.
2. Lege Dich nicht mit Deiner O-Line an
Auch wenn es für seinen Vorgänger Peyton Manning kaum Konsequenzen hatte, sollte Andrew Luck sich bei den Indianapolis Colts darauf besinnen, es sich nicht mit seiner Offensive Line zu verscherzen. Manning war sich zumindest in seiner langen Karriere des Öfteren nicht zu Schade, auf den großen Jungs, die ihn beschützen sollen, herumzuhacken - wenn es mal nicht für ihn lief. Am Ende verziehen ihm die Center, Guards und Tackles diese Worte, die Fans und ein NFL-Kolumnist jedoch nicht.
3. Nicht in der Teamhistorie blättern
Tim Couch, Luke McCown, Charlie Frye, Brady Quinn oder Colt McCoy sind zum einen die Vorgänger Brandon Weedens, zum anderen schlechte Ansprechpartner für den Rookie, der die Cleveland Browns zu neuen Höhen führen soll. Denn diese fünf waren allesamt frisch gedraftete Quarterbacks, die seit Neugründung des Teams 1999 für alten Glanz in Cleveland sorgen soll. Couch, der sogar als allererster Draft-Pick zu den Browns kam, spielte nach 2003 kein einziges NFL-Down mehr, auch der Rest der hoffnungsvollen Neulinge verschwand früher oder später bei anderen Teams und vor allem in der Versenkung. Bleibt für Weeden nur zu hoffen, dass er den Fluch im 13. Jahr brechen kann.
4. Nicht auf die Erwartungshaltung hören
In Washington feiert man Rookie Quarterback Robert Griffin III als die beste Erfindung seit geschnitten Brot. Das ist bei den Redskins nicht ganz ungefährlich, wie die jüngste Vergangenheit beweist. Immer wieder holte Teambesitzer Daniel Snyder Hochkaräter um Hochkaräter, nur um festszustellen, dass Geld nicht immer NFL-Touchdowns erzielt.





